Jahresbericht 2012

Stiftungsrat

Der Stiftungsrat erledigte an zwei Sitzungen die statutarischen Geschäfte.

Im vergangenen Jahr wurden CHF 129'960.00 für Beitragsgesuche bewilligt. Davon entfielen CHF 47'523.00 (36,57%) auf Besuchsspesen (Reisespesen, Übernachtungs- und Verpflegungskosten der Eltern usw.), CHF 36'169.10 (27,83%) auf Kosten für Haushalthilfen, CHF 12'812.80 (9,86%) auf Krankenkassenprämien und Selbstbehalte, CHF 33'455.10 (25,74%) auf Diverses wie Hilfsmittel, Ferien, Erholung, Lager etc. Für das Kinder-Ferienlager der Diabetes-Stiftung wurde separat wiederum ein Betrag von CHF 3'000.00 geleistet.

Einmal mehr konnten den Sozialarbeitern und Sozialarbeiterinnen CHF 79'999.80 (monatlich ca. CHF 800.00 bis CHF 1'000.00 pro Sozialarbeiter/in) für rasche und unkomplizierte Hilfe und Unterstützung im Einzelfall (kleinere Reisespesen, kleinere Anschaffungen usw.) zur Verfügung gestellt werden. An die Besoldungen der Sozialberatung Kinderkliniken wurden wiederum CHF 130'000.00 ausgerichtet. Im Rahmen des Stiftungszweckes sind somit im Jahre 2012 total CHF 342'959.80 aus dem Stiftungsvermögen eingesetzt worden.

Die im Sommer 2009 im Rahmen der Jubiläumsaktivitäten erschienene Jubiläumsschrift "150 Jahre Jenner-Stiftung Bern", in welcher über das Werk der Stifterin und der von ihr gegründeten Stiftung in Wort und Bild umfassend berichtet wird, ist auch im Jahre 2012 auf grosses Interesse gestossen und konnte erfreulicherweise weiteren Privatpersonen, ähnlichen Stiftungen und Bibliotheken ausgehändigt werden.

Der Stiftungsrat ist im Jahre 2012 in seiner Besetzung unverändert geblieben und setzt sich zurzeit wie folgt zusammen:

Herr Simon Gassmann (Präsident)
Frau Dr. med. Annette Ridolfi Luethy (Vizepräsidentin)
Herr Dieter Jordi (Sekretär)
Frau Ester Meier
Frau Susanne Gerber-Wäfler
Frau Susanne Landolf Wild
Herr Sven Stucki

Sekretariat
Notar Dieter Jordi, Bundesgasse 26, Postfach 5124, 3001 Bern
Tel. 031 326 10 30 / www.jenner-stiftung.ch

Sozialberatung Kinderklinik

Die Kernaufgaben der Sozialberatung waren auch im Jahre 2012:

• Begleitung des Kindes und seiner Eltern beim Spitaleintritt
• Psychosoziale Beratung und Begleitung von Patienten und ihrer Familie (bei Diagnose einer schwerwiegenden Erkrankung, Begleitung von Patienten mit chronischer Erkrankung, Suchtthematik bei Eltern, schwierige Familiensituation aufgrund von kulturellem Hintergrund etc.)
• Beratung in Sozialversicherungsfragen / Versicherungsansprüche geltend machen (Krankenkassen, Unfall-, Invaliden-, Mutterschafts-, Arbeitslosenversicherung)
• Rechtliche Abklärung oder Vermittlung von juristischem Beistand (Procap / Integration Handicap / Beobachter etc.)
• Finanzielle Beratung und Unterstützung
• Abklärung, Planung und Organisation von Platzierung in Heimen

Das Jahr 2012 war geprägt von personellen Wechseln und dem damit verbundenen Mehraufwand für die langjährigen Sozialarbeiter/-innen des Teams. Die beiden langjährigen und sehr engagierten Sekretariatsmitarbeiterinnen, Frau Dora Zorzi und Frau Margrit Schneeberger unterstützten mit bewährter Konstanz die Sozialarbeiter/-innen auch im Jahre 2012.

Verschiedene interne Weiterbildungen fanden statt und einzelne Teammitglieder engagierten sich in längeren externen Weiterbildungen. Frau Gerlinde Schade begann im August 2012 mit dem CAS Kindesschutz in Bern und Frau Janine Keel absolvierte den Master in Psychosozialem Management an der Fachhochschule Nordwestschweiz.

Die regelmässig stattfindenden Intervisionen und wöchentlichen Fallbesprechungen im Team der Sozialberatung konnten 2012 intensiviert werden. Sie leisteten einen wichtigen Beitrag an die Entwicklung von gemeinsamen Handlungs- und das Erarbeiten kreativer Lösungsansätze.

Neben den personellen Veränderungen beschäftigte die Sozialberatung auch das im Jahr 2012 eingeführte Abrechnungssystem der Fallpauschalen – DRG. Es wurden die damit zusammenhängenden Veränderungen im Abrechnungssystem bearbeitet und wo nötig an die Patienten und Patientinnen weiter kommuniziert.

Projekt Entlastungsplätze im Haus für Kinder, Ittigen bei Bern

Die Jenner-Stiftung Bern hat im Zusammenhang mit dem Projekt Haus für Kinder einen namhaften Betrag gesprochen, um Kindern den Aufenthalt in der nicht subventionierten Entlastungseinrichtung zu ermöglichen.

Im Kanton Bern besteht ein akuter Mangel an Entlastungsplätzen, vor allem für vorschulpflichtige kranke oder behinderte Kinder mit besonderen Bedürfnissen. Die private Einrichtung in Ittigen verfügt über viel Erfahrung in diesem Bereich. Sie wird jedoch nicht vom Kanton subventioniert, da sie zu wenig Plätze anbietet. Gerade das familiäre Umfeld mit der kleinen Anzahl Plätze ist jedoch eine Spezialität und Stärke dieser Institution. Bisher konnten nur Familien davon profitieren, für welche die hohen Tagesansätze durch die Sozialhilfe bezahlt wurden. Dies hat sich dank dem finanziellen Engagement der Jenner-Stiftung Bern geändert.

In der Pilotphase von April bis Dezember 2012 konnten zwei Kinder pro Woche regelmässig einen halben oder ganzen Tag im Haus für Kinder verbringen. Es hatte sich im Vorfeld der Platzierung als praktisch unmöglich herausgestellt, für diese zwei Kinder einen anderen Platz zu finden.

Die Kinder sind im Haus für Kinder in allen Bereichen (auch medizinisch-pflegerisch) gut betreut und auch die Eltern bekommen durch Rat und Mittragen wertvolle Unterstützung von erfahrenen Partnern.

Einmal mehr bedanken sich die Sozialarbeiter/-innen im Namen der zum Teil schwer geprüften Familien und deren Kinder ganz herzlich für die regelmässigen, grosszügigen Zuwendungen, welche durch die Jenner-Stiftung Bern zu folgenden Aufwendungen ausbezahlt worden sind:

• Besuchsspesen
• Haus- und Entlastungshilfen
• Krankenkassenprämien und Selbstbehalte
• Hilfsmittel
• Diverse Überbrückungshilfen