Sozialberatung 2010

Zwei Beispiele aus dem Alltag der Sozialberatung im Jahr 2010

Eine junge Familie hat zwei Kinder. Das ältere Kind ist gesund, das knapp zwei Jahre jüngere Geschwisterkind leidet unter dem DownSyndrom und angeborenen Missbildungen im Verdauungstrakt. Das kranke Kind musste nach der Geburt viele Wochen im Spital bleiben. Auch später - nach Austritt - drehte sich daheim alles um dieses Kind, weil die Krankheit massive Ess- und Gedeihstörungen zur Folge hatte.

Das ältere Kind musste gezwungenermassen zurück stehen. Als Entschädigung durfte es eine Spielgruppe besuchen. Die Jenner-Stiftung Bern hat die Kosten für die Spielgruppe übernommen, weil das Einkommen der Eltern für solchen "Luxus" nicht ausreichte, denn der Vater war noch in Ausbildung und die Mutter konnte nur teilzeitlich arbeiten wegen der Pflege des kranken Kindes.

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Der fünfzehn Monate alte G. musste im vergangenen Jahr während drei Wochen in der Kinderklinik hospitalisiert werden. Er litt unter einer Lymphadenopathie und hohem Fieber. G.'s Mutter übernachtete im Patientenzimmer und verbrachte auch tagsüber praktisch die ganze Zeit bei ihm. Die Familie führt einen Landwirtschaftsbetrieb mit einem Viehbestand. Der Vater musste sich während der Hospitalisation um den Betrieb, den Haushalt sowie das andere Kind des Paares kümmern. Er war daher zwingend auf Entlastung angewiesen, welche die Familie selber nicht finanzieren konnte Zur grossen Erleichterung der Situation hat die Jenner-Stiftung Bern eine Betriebshilfe finanziert.