Sozialberatung 2011

Zwei Beispiele aus dem Alltag der Sozialberatung im Jahr 2011

Beim neugeborenen dritten Kind einer jungen Familie wird eine schwere unheilbare neurologische Erkrankung festgestellt. Während der mehrwöchigen Hospitalisation stehen die Eltern vor der Aufgabe, die Diagnose zu verkraften, viel Zeit beim Neugeborenen zu verbringen, das Kind und dessen Krankheit kennen zu lernen, die speziellen Therapien zu erlernen und die älteren Kinder zu betreuen. Der Vater muss selbstverständlich weiterhin seinem Erwerb nachgehen. Für die grösseren Kinder können Plätze in einer Kita gefunden werden. Dort können sie drei unbelastete Tage pro Woche verbringen, Die Eltern haben mehr Zeit für das kranke Baby. Das Einkommen des Vaters reicht nicht für die Bezahlung der Kita Kosten. Dank der Jenner-Stiftung Bern wird diese Entlastung möglich, welche jedem einzelnen Familienmitglied dient.

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Eine junge Familie hat zwei kleine Mädchen. Das ältere der beiden leidet an einer sehr seltenen Stoffwechselerkrankung, von der man die genaue Prognose und den Verlauf nicht kennt. Beide Eltern haben keine Ausbildung. Der Vater war zeitweise arbeitslos, arbeitet jetzt in einem Restaurant als Kellner und verdient dort sehr wenig. Er ist im Stundenlohn angestellt, zeitweise ist er nur auf Abruf im Einsatz. Die Mutter findet keine Stelle. Im Normalfall kommt die Familie mit dem Lohn des Vaters einigermassen durch, aber jede grössere Ausgabe stellt eine enorme Belastung des Familienbudgets dar. Durch die Erkrankung hat die Tochter sehr schlechte Zähne, aber die IV lehnt die Kostenübernahme trotz entsprechenden Arztberichten ab. Die Zahnsanierung, welche mehr als einen Monatslohn des Vaters kostet, wird durch die Jenner-Stiftung Bern übernommen.